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Bauernregeln im Februar

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Regional ein Volltreffer – überregional Glückssache

Man kann sagen was man will, aber irgendwann trifft eine Bauernregel zu. Dabei haben die netten Sprücherl gar nicht so viel mit dem Zufall zu tun. Sie entstanden über die Jahrhunderte hinweg und waren das Ergebnis zahlreicher Wetterbeobachtungen von eifrigen Bauern. Meist gehen die Weisheiten vergangener Generationen einher mit dem Wachstum und dem Erntereichtum der guten oder eben schlechten Prognosen.

Klar ist, dass ein Oberammergauer Landwirt auf andere, einheimische Bauernregeln schwört als sein Oberpfälzer Pendant. Dafür sind die Wetterunterschiede zu groß, die Vorraussetzungen zu unterschiedlich und die Bräuche in den Regionen zu verschieden. Wir haben trotzdem eine kleine Auswahl an Bauernregeln für den Monat Februar zusammengestellt, an die man sich dann gerne erinnern kann, wenn sie dann tatsächlich zutreffen.

Allgemein

  • Viel Nebel im Februar, viel Regen das ganze Jahr.
  • Ist der Februar trocken und kalt, wirst im August vor Hitz zerspringen bald.
  • Februartau bringt Nachfrost im Mai.
  • Wenn’s im Hornung (Februar) nicht schneit, kommt die Kält zur Osterzeit.
  • Sonnt sich die Katz im Februar, muß sie im März zum Ofen gar.
  • Mücken, die im Februar summen, gar oft auf lange Zeit verstummen.
  • Wenn’s im Februar regnerisch ist, hilft’s so viel wie guter Mist.
  • Wenn der Nordwind im Februar nicht will, so kommt er sicher im April.
  • Im Februar Schnee und Eis, macht den Sommer heiß.

2. Februar

  • Ist’s an Lichtmeß hell und rein, wird’s ein langer Winter sein. Wenn es aber stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit.
  • Lichtmess im Klee, Ostern im Schnee.
  • Der Lichtmess-Sonnenschein bringt großen Schnee herein.
  • Ist’s Lichtmess licht, geht der Winter nicht.
  • Weiße Lichtmess – grüne Ostern.
  • Scheint zu Lichtmeß die Sonne heiß, gibt`s noch sehr viel Schnee und Eis.
  • An Lichtmeß fängt der Bauersmann – neu mit des Jahres Arbeit an.

3. Februar

  • St. Blasius und Urban ohne Regen, folgt ein guter Erntesegen.
  • St. Blasius ist auf Trab und stößt dem Winter die Hörner ab.

5. Februar

  • St. Agatha die Gottesbraut, macht, daß Schnee und Eis gern taut.
  • Am Agathentag rieselt`s Wasser den Berg hinab.
  • Ist Agathe klar und hell kommt der Frühling nicht so schnell.
  • Den Tag der heiligen Agathe, der war oftmals reich an Schnee.
  • An St. Agathe Sonnenschein, bringt recht viel Korn und Wein.

6. Februar

  • Bringt Dorothee recht viel Schnee, bringt der Sommer guten Klee.
  • Manchmal bringt die Dorothee uns den allermeisten Schnee.
  • Die Heilige Dorothee watet gerne durch den Schnee.
  • Nach dem Dorotheentag, kein Schnee mehr gerne kommen mag.

9. Februar

  • Ist’s an St. Apollonia feucht, der Winter sehr spät entweicht.
  • Kommt die Jungfrau Apollonia, sind auch bald die Lerchen wieder da.

12. Februar

  • Eulalia im Sonnenschein, bringt viel Apfel und Apfelwein.
  • St.Eulalia Sonnenschein, bringt viel Obst und guten Wein.

14. Februar

  • Kalter Valentin – früher Lenzbeginn.
  • Hat`s zu St.Valentin gefroren, ist das Wetter lang verloren.
  • St.Valentin friert`s Rad mitsamt der Mühle ein.
  • Ist es an Valentin noch weiß, blüht an Ostern schon das Reis.
  • Regnet es an St. Valentin, ist die halbe Ernte hin.
  • Hat der Valentin Regenwasser, wird der Frühling noch viel nasser.

16. Februar

  • Friert’s an Simeon ganz plötzlich, bleibt der Frost nicht lang gesetzlich.
  • Der Simon zeigt mit seinem Tage, der Frost ist nicht mehr lange Plage.

18. Februar

  • Friert’s um Simeon ganz plötzlich, bleibt der Frost nicht lang gesetzlich.
  • Der Simon zeigt mit seinem Tage, der Frost ist nicht mehr lange Plage.

21. Februar

  • Der St.Felix zeiget an, was 40 Tag`wir für Wetter han.

22. Februar

  • Wenns friert auf Petri Stuhlfeier, friert`s noch vierzigmal heuer
  • Hat Petri Stuhlfeier Eis und Ost, bringt der Winter noch herben Frost.
  • St. Peter hebt den Lenz an, er geht aus auf St. Urban.
  • Ist St. Peter kalt, hat der Winter noch lange Halt.
  • Hat’s in der Petersnacht gefroren, läßt uns der Frost dann ungeschoren.
  • Wenn Petri die Bäche sind offen, wird auch kein Eis mehr auf ihnen getroffen.
  • Ist an Petrus das Wetter schön, dann kann man bald Kohl und Erbsen säen.

24. Februar

  • St. Matheis bricht`s Eis, hat er keins, so macht er eins.
  • Nach Matheis geht kein Fuchs mehr übers Eis.
  • Ist’s zu St. Matthias kalt, hat der Winter noch lange Gewalt.
  • St. Matheis wirft einen großen Stein ins Eis.
  • Hat Matheis seine Hack‘ verloren, wird erst St. Joseph das Eis durchbohren.
  • Tritt Matheis stürmisch ein, wird’s an Ostern Winter sein.
  • Taut es vor und auf Mattheis, geht kein Fuchs mehr übers Eis.
  • Sankt Mattheis kalt, die Kälte lang halt.

25. Februar

  • Wenn sich Sankt Walburgis zeigt, der Birkensaft nach oben steigt.
  • Walburgaschnee tut immer weh.
  • Sankt Burgel geht dem Winter an die Gurgel.

26. Februar

  • Alexander und Leander (27. Februar) bringen Märzluft miteinander.

27. Februar

  • Auf dieses kann man zählen jede Zeit, daß es am 30. Februar nicht schneit.
  • Alexander (26. Februar) und Leander riechen Märzenluft miteinander.

28. Februar

  • St. Roman hell und klar, bedeutet ein gutes Jahr.
  • War der Romanus hell und klar, bedeutet es ein gutes Jahr.
  • An Romanus und Lupizinius – unsere Sonne scheinen muss.

 

Bild: pixabay.com

Markus Fryzel
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Markus Fryzel

Content Manager und Papa von Landei Regensburg bei Landei Regensburg
Ein Glaserl Wein, ein guter Käse und eine laue Sommernacht auf der Terrasse – der gebürtige Regensburger Markus Fryzel liebt die handgemachten Genüsse der Natur. Kein Wunder: Drei Jahre verbrachte er im Chiemgau und besorgte sich einen Großteil seiner Lebensmittel in Hofläden und auf Bauernmärkten. Nachdem er nach Regensburg zurückkehrte, fehlte ihm ein solcher Laden. Als Papa der Seite sorgt er sich liebevoll um den Inhalt, setzt Pläne um und bildet so das Grundgerüst für Landei Regensburg. Außerdem schreibt der gelernte Redakteur und Webmaster Beiträge für den Blog und macht sich auf die Suche nach interessanten Geschichten.
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